#2 Fragen eines Freelancers vor dem Startup 

 5. Oktober 2021

Von  Guido Wehrle

Aktualisiert am 13. November 2021

Dinge, die Du berücksichtigen und Fragen, die Du Dir stellen solltest

In diesem Beitrag möchte ich auf die typischen Fragen eines Freelancers vor dem eigentliche Startup eingehen. Auf welche Dinge sollte man achten? Und auch warum es wichtig ist, sich auf das zu konzentrieren, was man gut kann und worin man Experte ist.

Selbstständig als: ??? - Fragen eines Freelancers vor dem Startup

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  • Coach

Die Palette an Möglichkeiten, als digitaler Freelancer zu agieren sind nahezu grenzenlos!

Als Freelancer kannst Du Dir auf der ganzen Welt Kunden suchen

"Selbstständig werden im Internet ist ja schön und gut, aber was um Himmels Willen soll ich denn anbieten?"

So oder so ähnlich höre ich es ab und an von manchen Leuten. Man würde ja schon ganz gerne, aber so irgendwie fehlt die zündende Idee. Und selbst wenn sie da wäre, wie soll ich an zahlende Kunden kommen? Dies sind die typischen Fragen eines Freelancers.

Dabei ist es gerade tatsächlich so leicht, wie wohl niemals zuvor in der Geschichte des Internets. Die Welt und unsere Gesellschaft digitalisiert sich in einem atemberaubenden Tempo. Die Pandemie hat zusätzlich notwendige Schritte noch beschleunigt.

Gearbeitet wird selbst im Angestelltenverhältnis vorzugsweise im Home Office. Der letzte große Vorteil der abhängigen Beschäftigung, der Kontakt zu den Kollegen, löst sich dadurch immer mehr auf.

Aber wenn man sowieso bereits von Zuhause aus arbeitet, warum sollte man das dann nicht besser auf eigene Rechnung tun, mit ganz neuen Entwicklungs- und Verdienstchancen?

Und vor allen Dingen hast Du als Freelancer alle Optionen. Rund um den Erdball kannst Du arbeiten. Rund um den Erdball kannst Du Dir aber auch Kunden suchen.

Professionelles Auftreten im Netz 

Das hört sich jetzt immer so an, als müsste man überall mit Anzug und Krawatte rumlaufen. Das ist aber nicht gemeint. Wir bewegen uns ja digital und da sieht und weiß eh keiner, wie wir gerade "rumlaufen".

Damit meine ich eher Dinge, wie:

  • Internetauftritt aufsetzen.
  • Versuchen an Testimonials und Bewertungen zu kommen.
  • Das Anbieten eines vernünftigen Leistungsspektrums (Kein Bauchladen, aber auch nicht zu nischig!)

Dann gilt es folgende Angelegenheiten zu klären

Auswahl des Firmennamens

In den meisten Fällen wirst Du Dir als Freelancer keinen offiziellen Firmennamen zulegen. Als "Einzelkämpfer" wird man da eher auf die Zugkraft des eigenen Namens und der eigenen Reputation setzen. Aber eventuell wird man ja doch eine Marke branden wollen, auch wenn es nur um den Namen des eigenen Internetauftritts geht.

Wie teuer biete ich an?

Gerade am Anfang ist es oft nicht ganz leicht an erste Kunden zu kommen. Das lässt einige dann in die Versuchung kommen, die eigene Vergütung zu niedrig anzusetzen. Ich würde das, obwohl ich die Beweggründe verstehe, dennoch nicht empfehlen.

Der Preis ist immer der schlechteste aller Alleinstellungsmerkmale. Man kann sich zu Beginn durchaus an der Konkurrenz orientieren. Was die verlangen, kannst Du ohne Probleme auch tun. Eventuell kannst Du aber bessere und zielgruppenorientierte Angebote entwickeln. Denn wenn Dir das gelingt, kannst Du Dich gerne auch oberhalb Deiner Mitbewerber ansiedeln.

Es ist ganz klar. Wer unbedingt mit Dir (weil Du beispielsweise ein begnadeter Copywriter bist) zusammenarbeiten möchte, der wird sich das dann auch leisten.

Eventuell kannst Du am Anfang auch etwas günstiger anbieten, wenn Du dafür im Gegenzug ein Testimonial bekommst! Dabei aber immer ein bisschen aufpassen. Das kann ganz schnell auch mal wettbewerbsrechtliche Probleme nach sich ziehen.

Shopsystem oder Kundenbestellsystem?

Je einfacher Du es einem Kunden machst, Dich zu beauftragen, desto geringer ist die Hemmschwelle. Durchaus nicht jeder ruft gerne an. Vielleicht findet Dich Dein potenzieller Kunde auch mitten in der Nacht im Netz. Wie schön ist es doch, wenn Du da irgend ein System aufgesetzt hast, welches in der Lage ist solchen Kunden gerecht zu werden.

Das kann ein Shop-System sein (klar, das geht nicht in jedem Business) oder vielleicht auch nur eine einfache Möglichkeit mit der Dein potenzieller Kunde unkompliziert (und unverbindlich) mit Dir in Kontakt treten kann. Beispielsweise könnte dies ein Kontaktformular, eine Umfrage oder auch ein Newsletter sein.

Wieviel Arbeit kann ich bewältigen?

Zu Beginn einer Selbstständigkeit ist man sehr euphorisch. In Folge dieser Euphorie wird der eigene Arbeits- und Zeitaufwand gerne unterschätzt.

Deswegen ist es sehr wichtig, genau zu wissen, wie viel Arbeit man bewältigen kann (oder möchte) und wie viel Zeit man als Freelancer aufbringen möchte.

Gerade mehr Zeit ist ein oft genannter Grund für die Entscheidung, selbstständig zu werden bzw. sich selbstständig zu machen.

Wie und wo finde ich meine(n) ersten Kunden

Der erste Kunde bedeutet das erste verdiente Geld als Freelancer. Von daher hat Kunde Eins eine ganz besondere Bedeutung. 

Ist der erste Kunde mit der erbrachten Leistung zufrieden, steigen sofort die Chancen auf positive Mundpropaganda und auf Folgeaufträge.

Doch wo findet man seinen ersten Kunden? Das ist nämlich nicht immer so leicht und hängt nicht selten auch vom Startbudget ab.

Man kann die bekannten Freelancer Plattformen (dazu kommen wir später noch) nutzen. Eventuell kann man potenzielle Kunden auch direkt selbst ansprechen. Oder aber man bedient sich der bezahlten Werbung - Facebook Ads oder Google Ads zum Beispiel.

Da gibt es keine allgemeingültige Regel. Es ist aber wichtig, dass Du Dir darüber im klaren bist, wie Du Deinen ersten Kunden akquirieren möchtest.

Denn ganz von alleine und aus dem Nichts kommen Kunden äußerst selten.

FAZIT: Nicht alles ist leicht

Die ersten Schritten erscheinen schwierig. Deshalb solltest Du Dir den groben Fahrplan skizzieren. Das hilft ungemein, dass man immer auf Kurs bleibt und sich nicht verzettelt.

Und fange mit Dingen an, die Du beherrscht und nicht erst lernen musst. Lieber mit einem engen Repertoire starten und das was man tut wird dann auch richtig gut und kostet nicht unnötig Zeit und Energie.

Denn wenn Du Dir Fähigkeiten erst noch aneignen musst, verzögert das Deinen Weg in die Selbstständigkeit erheblich und kann zur Prokrastination führen.

Freelancing ist nämlich kein schneller Weg, sich mal eben die Taschen zu füllen. Vielmehr erfordert es ein hohes Maß an Anstrengung, Planung und strategischem Denken. Insbesondere, wenn man, wie ich es vorschlage, den Weg hin zu einem Passiveinkommen gehen möchte.


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