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Fallstudien

INSC 2020 #0: Nach der Challenge ist vor der Challenge

 26. Juli 2020

By  Guido Wehrle

Zum ersten August 2020 startet eine inoffizielle Nischenseiten Challenge 2020. Veranstaltet wird diese von David Engemann, Betreiber des Blogs iblogg.de, wohl inspiriert durch einen Facebook Beitrag von Charlotte, die sich eine solche Challenge wünschte. Und da ich Challenges prinzipiell sehr gut finde, war es für mich glasklar: Da muss ich dabei sein. Also werde ich am ersten August mit einem neuen Nischenprojekt an den Start gehen und hoffe natürlich, dass außer David und mir noch ein paar weitere Teilnehmer mit von der Partie sein werden.

Warum eine inoffizielle Nischenseiten Challenge?

Mir sind Begriffe wie offiziell oder inoffiziell eigentlich so ziemlich schnurzegal. Die eigentliche Idee einer Nischenseiten Challenge wurde in 2012 geboren und entsprang wohl einer Wette zwischen den Bloggern Sebastian Cypionka (Bonek.de) und Peer Wandiger (Selbstsändig im Netz).

Seitdem findet diese Challenge so ziemlich jedes Jahr statt und Dutzende von Teilnehmern versuchen sich an der erfolgreichen Erstellung einer eigenen Nischenwebseite.

Daraus sind bereits viele erfolgreiche Nischenseiten entstanden. Und gerade für Anfänger ist es sehr hilf- und lehrreich, die unterschiedlichen Vorgehensweisen der verschiedenen Teilnehmer kennenzulernen.

In der Regel dauern diese Challenges jeweils drei Monate (Ausnahme die NSC 2018 mit 6 Monaten). Dies ist genug Zeit, um eine wettbewerbsfähige Nischenseite zu erstellen. Lange genug, um sich zu positionieren - aber auch nicht zu lange, da sonst sehr schnell Motivationsprobleme auftauchen können und auch der Prokrastination Vorschub geleistet wird.

In diesem Vorteil liegt auch gleichzeitig der Nachteil. Während des größten Teiles des Jahres findet eben keine Challenge statt und es gibt keine (zumindest keine kostenfreie) Möglichkeit im Austausch mit anderen Bloggern ein profitables Nischenprojekt zu erstellen.

Dieses Jahr wird durch Davids schnelles und kurzfristiges Reagieren auf diesen Bedarf diesem Sachverhalt Rechnung getragen.

Das Ganze hat auch einen kurzen und knackigen Namen: INSC 2020.

Die INSC 2020 in Kürze:

Im Wesentlichen gelten die gleichen Teilnahmebedingungen wie bei den von Peer veranstalteten Challenges.

Eigentlich sind diese Regeln auch nur Selbstverständlichkeiten. Wer auf Nachhaltigkeit Wert legt und in der Nische auch tatsächlich Geld verdienen möchte, wird gar nicht anders können, als Qualität zu liefern.

Meine Pläne und Ziele für die INSC 2020

Für mich kam die INSC 2020 genau zum richtigen Zeitpunkt. Inspiriert durch Peers 1.000 Euro Projekt, wollte ich für mich ein ähnliches Vorhaben starten. Ich möchte ein Nischenseite mit mindestens vierstelligem Verdienstpotenzial beginnen. Somit ist der monetäre Claim schon mal abgesteckt. 

Und da ich nicht ich wäre, wenn ich nicht noch eine kleine Steigerung wollte, verdopple ich das Einnahmeziel mal einfach kurzerhand.

Ziel #1: 2000 Euro Einnahmeziel nach 12 Monaten

Das klingt jetzt irgendwie nach unrealistisch viel. Doch eigentlich ist es das gar nicht. Es gibt genügend Nischenseiten, die spielen monatlich noch ganz andere Beträge ein. Da bewegt man sich mit 2.000 Euro bestenfalls in der Regionalliga, wahrscheinlich aber sogar noch ein oder zwei Ligen unterhalb.

Allerdings ist dieses Einnahmeziel innerhalb eines Jahres zu erreichen doch schon eine Herausforderung, die von Anfang an ein klares und fokussiertes Vorgehen erfordert.

Doch meiner festen Überzeugung nach, sollten Ziele stets ambitioniert sein und mich zwingen an jedem Punkt mein Bestes zu geben.

Ziel #2: Wöchentlich 1 Artikel

Dieses Ziel klingt jetzt wieder nach lächerlich wenig. Aber in der Tat habe ich mir vorgenommen, nicht so viele Artikel zu schreiben. Ich verzichte auf alles, was meinen potenziellen Besuchern keinen Mehrwert bietet. Keine Füllartikel, nur damit irgend etwas geschrieben ist. Nein, genau das will ich nicht.

Jeder Artikel hat zum Ziel, der beste Artikel zum ausgewählten Suchterm zu sein. Dadurch wird der Zeitaufwand je Beitrag deutlich in die Höhe gehen. Für den Anfang rechne ich mal inklusive aller Recherche, Keywordanalyen, Einbeziehen der Mitbewerberseiten und natürlich dann auch der textualen Ausgestaltung mit mindestens 8 Stunden je Artikel. Bei bestimmten Themen ist duchaus denkbar, dass selbst die anvisierten 8 Stunden bei weitem nicht ausreichen.

Es ist somit definitives Vorgehen durch Qualität mein Ziel zu erreichen. Qualität geht vor Quantität. Und wenn ich Google richtig verstanden habe, wertet es Webseiten automatisch hoch, wenn diese Qualitätsstandards durchgängig eingehalten werden.

Womit ich dann beim dritten Ziel wäre:

Ziel #3: Mindestens 20 Top 10 Platzierungen bei Google zu Suchterms mit einem Suchvolumen von über 1.000!

Wieder ein ziemlich ambitioniertes Ziel. Ich möchte sicherlich nicht ausschließlich Google Traffic. Doch sehe ich die organische Suche über Google als den anvisierten Haupttraffic-Lieferanten an.

Allerdings dauert es mittlerweile, bis gute Google Rankings zu verzeichnen sind. Als neue Seite ohne Backlinks muss deswegen konsequent die Qualitätskarte ausgespielt werden.

Durch Qualität lässt sich punkten und mitunter auch ganz ohne Backlinks gute Rankings erreichen. 

Content beats Backlinks!

Der Inhalt schlägt die Backlinks! Google ist mittlerweile sehr gut im Erkennen von hochwertigen Inhalten und rankt Schrott so gut wie nicht mehr. Komplett egal, wie viele Backlinks da draufliegen. Ist der Content zu dünn hat er keine Existenzberechtigung. Für Google nicht und erst Recht nicht für meine Zielgruppe!

Im Gegenzug bedeutet dies, dass Backlinks an sich nicht mehr so entscheidend sind. Ich weiß, dass ich mich da mit einigen SEOs anlege, doch ist dies mittlerweile meine feste Überzeugung.

Ideal ist aber natürlich trotzdem, wenn gute Inhalte auch freiwillig verlinkt werden. Wenn ich einen gekauften Link bereits 100 Meter gegen den Wind riechen kann, kann Google dies ebenso. Davon kann man getrost ausgehen.

Im Gegenzug ist es dann sicherlich ebenso möglich, algorithmisch den Wert echter Links zu ermitteln und in das Ranking miteinzuberechnen.

Also will ich mein Ziel der 20 Top Ten Rankings in erster Linie durch Top Content erreichen.

Mir ist allerdings bewusst, dass Google neuen Seiten erst einmal tendenziell misstraut und ein Sandkastenfilter greift. Ich hoffe, dass ich durch Top-Content möglichst schnell aus diesem Filter entlassen werde.

Welche Nische ist ideal für einen 5-Monats-Zeitraum?

Die erste Frage, die sich stellt, ist immer die Frage nach der idealen Nische. Und so einfach diese Frage gestellt ist, so viel schwieriger ist es, diese zu beantworten.

Genau weiß ich meine Nische noch nicht. Doch will ich im folgenden kurz die meines Erachtens wichtigsten Kriterien für eine erfolgreiche Nischenwahl darlegen:

  • Die Nische muss mich persönlich interessieren. Ich muss brennen für das gewählte Thema.
  • Fünf Monate sind schon eine lange Zeit. Das Thema muss genug hergeben, um mindestens 100 Artikelideen zu finden, die meinen Besuchern weiterhelfen und ein Problem lösen. In den ersten 5 Monaten rede ich da bei einem Artikel pro Woche von um die 20 Artikel. Und dann muss es noch lange weitergehen. Die Nische muss also breit angelegt sein.
  • Das Suchvolumen muss groß genug sein, um ein tägliches Potenzial von deutlich über 1.000 Besucher zu erreichen.
  • Konkurrenz darf da sein, muss da sein und wird da sein. Allerdings sollte die Top Ten nicht voll sein mit übermächtigen Gegnern.
  • Herausarbeiten eines klaren USP, einer Alleinstellung!
  • Idealerweise ein Social Media freundliches Thema - um auch dort Reichweite zu gewinnen.
  • Eventuell eine Nischenidee bei der ich Synergien mit bereits bestehenden Projekten nutzen kann.
  • Die Nische sollte ganzjährig nachgefragt sein. Kleinere saisonale Schwankungen sind okay. Ein No Go sind jedoch reine Saisonnischen, wie beispielsweise "Wintermäntel" oder "Strandbikini" oder noch schlimmer "Adventskalender" oder "Ostereier bemalen".
  • Je zeitloser desto besser. Im Idealfall bleiben einmal erstellte Artikel für viele Jahre aktuell. Damit sind reine Trendnischen ("Fidget Spinner") oder Techniknischen ("neueste Smartphones") aus dem Rennen.
  • Es muss Geld verdient werden können. Am einfachsten wäre da natürlich Affiliate Marketing oder Google Adsense. Die Klickpreise sollten dementsprechend hoch sein (Adsense) und/oder die Produkte sollen hohe Affiliateprovisionen generieren.
  • Zielgruppe = kaufwillig, kaufbereit und zahlungsfähig.

Breite Nische vs enge Nische

Prinzipiell stellt sich immer die Frage wie speziell die gewählte Nische sein soll. Bei der INSC 2020 sind 5 Monate Zeit und da kann man durchaus versuchen, eine breiter angelegte Nische zu realisieren.

Das Verdienstpotenzial bei breiter angelegten Nischenprojekten liegt naturgemäß um ein Vielfaches höher als bei engen, sehr speziellen Nischenseiten.

Zudem lassen sich breite Nischen bei Bedarf (und Erfolg) beliebig ausweiten. 

Allerdings darf auch der große Nachteil der meist deutlich höheren Konkurrenz nicht wegdiskutiert werden. Meist bedarf es wesentlich höherer Anstrengungen um mit relevanten Keys gut zu ranken.

Die Pros und Cons von breiten Nischen

VORTEILE

  • Höhere Suchvolumen
  • Höheres Verdienstpotenzial
  • Beliebig erweiterbar
  • Je nach Nische als Vollzeitexistenz ausbaubar

NACHTEILE

  • Rankings sind schwieriger und langwieriger zu erreichen
  • Zielgruppen sind schwerer zu definieren und somit anzusprechen
  • Meist gut aufgestellte Konkurrenz vorhanden
  • Deutlich mühevoller seinen USP zu entwickeln

Schlussfolgerung

Im Gegensatz zu einer Mikronische beinhaltet eine breitere Nische ein hohes Verdienstpotenzial. Allerdings ist ein langer Atem vonnöten bis erste greifbare Ergebnisse zu sehen sind.


Wer den schnellen Erfolg und schnelle Ergebnisse sucht ist mit einer Mikronische wahrscheinlich besser bedient. Nur muss ganz klar das beschränkte Verdienstpotenzial bei Mikronischen beachtet werden. Bei nur geringem Suchvolumen werden keine Besucherscharen zu erwarten sein. Selbst nicht bei durchgängigen Top-Rankings. Und mit wenigen Besuchern gibt es meist auch nur wenig Geld zu holen. Es sei denn Ihr verkauft Ferraris oder Maseratis.


Für mich steht jedenfalls fest: Eine breite Nische muss es sein!

Dann sehen wir uns bei der INSC 2020?

Du machst auch mit? 

Oder möchtest Du lieber stiller Beobachter bleiben?

Mich jedenfalls würde eine nette Teilnehmerzahl sehr freuen. Das müssen nicht Dutzende Teilnehmer wie bei Peer sein. Da verliert man dann schnell mal die Übersicht, wer gerade an welchem Projekt arbeitet.

Aber so ein kleines, aber feines Teilnehmerfeld von 5 bis 7 Personen fände ich schon sehr chic.

Ich werde jedenfalls mir jedes teilnehmende Projekt anschauen und wahrscheinlich auch hier vorstellen.

Schaun wir mal, mit welchen Ergebnissen wir dann ins neue Jahr 2021 gehen.

Vielleicht ergeben sich ja auch Kooperationen und Partnerschaften. Das würde mich dann besonders freuen.

Ansonsten wünsche ich jetzt bereits viel Spaß bei der inoffiziellen Nischenseiten Challenge 2020. Mögen die Spiele beginnen:


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Guido Wehrle


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